Grußworte von Lisa aus Barcelona // Greetings from Lisa from Barcelona

Und auch Lisa hat schon geschrieben…

Liebe Gefährt*innen,

ich sende euch auch dieses Jahr solidarische und kämpferische Grüße zu den ABC-Tagen in Wien. Gerade habe ich einige Knast-Verlegungen hinter mit, zuerst im Dezember von Willich nach Madrid (C.P. Soto del Real) und gerade jetzt im März von Madrid nach Barcelona (C.P. Brians 1). Klar gibt es einige Unterschiede im Knastalltag in Spanien und auch hier in Katalonien, im Generellen, im Strafvollzug, im gesellschaftlichen und politischen Leben genauso wie draußen auch, aber im Grundsätzlichen ist das Bestrafungs-, Isolations- und Knastsystem natürlich überall genau das Gleiche und funktioniert nach denselben Regeln und derselben Logik: nämlich zur Abschreckung, Erziehung und Isolierung derjenigen, die wir uns aus unterschiedlichsten Gründen und unterschiedlichsten Bedingungen nicht an die aufgesetzten Spielregeln der Macht und Herrschaft gehalten haben. Das Leben draußen in der individualisierten Konsumwelt besteht nur so aus unzähligen Ungerechtigkeiten, Ungleichheiten, Armut und Ausbeutung, jede*r weiß, wer Geld und gewisse Privilegien in diesem Herrschaftssystem hat, sich wenig existenzielle Sorgen zu machen braucht, für sich und seine*ihre Familie Sorgen kann, genug Lebensraum und Lebensqualität hat, über Unabhängigkeit und Bildung verfügt und somit viel seltener im Knast landet, hingegen diejenigen weggesperrt oder verfolgt werden, die sich in Armut und Misere ein besseres Leben aufbauen wollten, in gewalttätigen Lebensumständen leben müssen, sich wehren, austicken, durchdrehen oder einfach die herrschenden Macht- und Eigentumsverhältnisse nicht akzeptiert haben. Und dazu kommen noch viele weitere Unterdrückungsmechanismen wie Rassismus, patriarchale Gewalt und Ausbeutung, die Diskriminierung gegen Homo- und Transsexuelle, geistig und körperlich „Behinderte“, Obdachlose, Drogenabhängige, psychisch Kranke, etc… die wir im Knast unter erschwerten und limitierten Umständen besonders zu spüren bekomme. Das Leben in dieser Zwangsgemeinschaft, auf engstem Raum und den uns aufgezwungenen Regeln ist nicht einfach und führt zwangsläufig immer zu vielen (oft simplen) Konfrontationen, zu sehr viel Egoismus, Neid, Eifersucht, Unterwürfigkeit und leider nur (genauso wie draußen auch) in den seltensten Fällen zu Zusammenhalt, Solidarität und Komplizenschaft untereinander gegen diejenigen, die uns hier gefangen halten – dem Knastsystem, dem Staat, der Justiz und der Gesellschaft, die zum Schutz ihres Reichtums und ihrer Privilegien diese Knäste und das Bestrafungs- und Zwangssystem braucht.

Aber gerade deshalb und heutzutage noch mehr denn je ist es weiterhin wichtig uns von diesem Scheiß-System weder beugen noch brechen zu lassen, nicht zu vereinzeln und so solidarisch und kämpferisch wie möglich zu bleiben: sowohl hier drinnen im Knast, genauso wie draußen in allen Lebens- und Kampfbereichen!

Auf dass wir kreativ, aktiv und widerständig bleiben!

Im Kampf für Freiheit, Selbstbestimmung und Anarchie werden wir niemals alleine sein, auch nicht in den schwierigsten, härtesten beschissensten oder verwirrendsten Momenten wie manchmal diesem…

Nieder mit den Knästen!
Gegen Herrschaft und Autorität – Der Kampf geht weiter – bis wir alle frei sind.

Lisa
– im April 2019 –
C.P. Brians 1 (Barcelona)

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And Lisa has also already written…

Dear fellow comrades,

Also this year I send solidarity and militant greetings to the ABC Days in Vienna. I’ve just gone through some jail transfers, first in December from Willich to Madrid (C.P. Soto del Real) and just now in March from Madrid to Barcelona (C.P. Brians 1). Of course there are some differences in the everyday life in jail in Spain and also here in Catalonia, in general, in the penal system, in social and political life as well as outside, but in principle the system of punishment, isolation and jail is of course everywhere exactly the same and functions according to the same rules and the same logic: namely to deter, educate and isolate those who for different reasons and different conditions have not obeyed the established rules of power and domination. Life outside in the individualized consumer world consists only of innumerable injustices, inequalities, poverty and exploitation. Those who have money and certain privileges in this system of domination, do not need to worry about existential matters, can worry about themselves and their families, have enough living space and quality of life, are independent and educated and thus end up in prison much less often, while those who would like to build a better life despite their poverty and misery, have to live in violent circumstances, defend themselves, freak out, go crazy or simply have not accepted the prevailing balance of power and property are locked up or persecuted. There are also many other oppressive mechanisms such as racism, patriarchal violence and exploitation, discrimination against homosexuals and transsexuals, the mentally and physically “handicapped”, homeless people, drug addicts, the mentally ill, etc… which we especially notice in prison under difficult and limited circumstances. Living in this forced community, in very confined space where the rules are being forced upon us, is not easy and automatically leads to many (often simple) confrontations.Too much egoism, envy, jealousy and subservience results, unfortunately (just like outside) only in the rarest cases, to co-operation, Solidarity and mutual assistance against those who imprison us here – namely, the prison system, the state, the justice system and society, which needs these prisons and the system of punishment and penalties to protect its wealth and privileges.

But precisely for this reason and today even more than ever, it is still important not to let this shit system bend or break us, not to isolate us and to remain as united and militant as possible: both here in prison and also outside in all areas of life and combat!

May we remain creative, active and resistant!

In the fight for freedom, self-determination and anarchy we will never be alone, not even in the most difficult, hardest lousiest or most confusing moments such as this…

Down with prisons!
Against domination and authority – The fight goes on – until we are all free.

Lisa
– in April 2019 –
C.P. Brians 1 (Barcelona)

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Solistatement zum alljährlichen Solifest von ABC Wien von Thomas Meyer-Falk im April 2019

Wir freuen uns sehr, dass uns die Grußworte von Thomas fürs Festival schon vor einiger Zeit erreicht haben…
<3

Liebe Freund*innen und Genoss*innen,

das Kerker-System erscheint ungebrochen. Millionen Menschen weltweit sitzen jetzt in diesem Moment hinter dicken hohen Mauern, hinter Stacheldrahtzäunen, werden überwacht, kontrolliert, bespitzelt, geschlagen, seelisch misshandelt.

Aber zu jedem Menschen in einer Zelle gehören auch Freund*innen, Familie und Gefährt*innen, die nämlich mitbetroffen sind, darunter leiden müssen, einen nahen Menschen weggesperrt zu wissen.

Das Solifest 2019 in Wien setzt diesem Kerker-System ein Zeichen von Lebendigkeit entgegen! Wo nämlich die Normierungsmacht des Kerkers Menschen unterwerfen, zurichten, dressieren und in der Folge dann allumfassend kontrollierbar machen möchte, antwortet abc mit Solidarität, Komplizenschaft mit den Eingekerkerten und der Liebe zum Leben.

All das fehlt den Verteidiger*innen des Kerkersystems, sie sind rückwärtsgewandt, weiden sich am körperlichen und seelischen Leid anderer, wollen Menschen kontrollieren, ausbeuten, unterdrücken und letztendlich vernichten,

Anarchismus hingegen meint: Leben in Freiheit! Leben mit und Leben für andere! Das Wagnis einer ungewissen Zukunft frohen Mutes anzunehmen! Lieber Neues aufzubauen, als Altes zu bewahren! Sich der unausweichlichen Unsicherheit des Morgens zu stellen!

Euch allen ebenso herzliche wie solidarische Grüße!
Aus Liebe zum Leben und zur Freiheit!

Euer Thomas Meyer-Falk
– Langzeitgefangener seit 1996 –
https://freedomforthomas.wordpress.com

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We are very pleased that the greetings from Thomas for the festival reached us some time ago… <3

Dear friends and comrades, the dungeon system appears unbroken. Millions of people worldwide are now sitting behind thick high walls, behind barbed wire fences, being monitored, controlled, spied upon, beaten, mentally abused.

But every person in a cell also has friends*, family and vehicles* who are also affected, who have to suffer from having a close person locked away.

The Solifest 2019 in Vienna offers a sign of liveliness against this prison system! Where the normalizing power of the dungeon wants to push people down, straighten them out, train them and then make them absolutely controllable, abc responds with solidarity, sympathy with those imprisoned and a love for life.

The defenders of the prison system lack all this. They are antiquated. They gloat over the physical and mental suffering of others. They want to control, exploit, oppress and finally destroy people.

Anarchism, on the other hand, means living in freedom! Live with and live for others! To take the risk of an uncertain future of cheerful courage! It is better to build something new than to preserve something old! To face the inevitable uncertainty of the morning!

Greetings to all of you as heartfelt as they are in solidarity!
Out of love for life and freedom!

Your Thomas Meyer-Falk
– Long-term prisoner since 1996 –
https://freedomforthomas.wordpress.com

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Tails-Workshop @ Saturday @ 4 pm

Tails is a computer operating system that you can carry with you on an USB stick. It is preconfigured to provide the best possible anonymity online without giving up on usability. Furthermore it tries not to leave any traces of your work on your computer.

This workshop will give a short overview of how Tails hides your identity on the internet and we will show you some of its other features. There will also be a couple of notebooks if you want to try Tails yourself and maybe we even manage to bring some Tails USB sticks to give away.

Workshop in English!
Saturday @ 4 pm @ Siebdruckwerkstatt // 4. Stock

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Noch mehr Veranstaltungen: Linksunten-Verbot & Repression // A-Fund-Vorstellung // Antifa Sofia

Bald sind wir komplett, was die Ankündigungstexte betrifft. Diese Veranstaltung findet am Samstag, 16-18 Uhr statt! 🙂

Zur Repression und dem Verbot von Linksunten

Das Internetportal linksunten.indymedia.org war lange Zeit das vielleicht wichtigste Kommunikationsmedium der außerparlamentarischen Linken und anarchistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum. Das Verbot im Sommer 2017, zu verstehen als staatlichen Racheakt für den Kontrollverlust beim G20 Gipfel, sollte selbst diejenigen aufrütteln, die noch Erwartungen an den bürgerlichen Rechtsstaat und seine vermeintliche Pressefreiheit haben.

Als Teil der Soligruppe aus Leipzig möchten wir über die vergangene Repression berichten, über die kommenden Prozesse am Bundesverwaltungsgericht informieren und den Aufruf zur Solidarität erneuern. Dafür mobilisieren wir, auch wenn der genaue Termin noch nicht feststeht, zu einer Demonstration am Samstag vor dem Prozessbeginn nach Leipzig.

In der an den Vortrag anschließenden Diskussion möchten wir diskutieren, wie eine angemessene Solidaritätsarbeit aussehen könnte und welche Schlüsse wir aus der erfahrenen Repression ziehen sollten.

On repression and the crackdown on Linksunten

For a long time, the Internet portal linksunten.indymedia.org was perhaps the most important communication medium of the non-parliamentary left and anarchist movement in the German-speaking world. In the summer of 2017, the ban, to be understood as an act of state revenge for the loss of control at the G20 summit, was supposed to shake up even those who still have expectations of the bourgeois constitutional state and its supposed freedom of the press.

As part of the Soligruppe from Leipzig we would like to report about the recent repression, inform about the upcoming trials at the Federal Administrative Court and renew the call for solidarity. For this we mobilize, even if the exact date is not yet fixed, for a demonstration on Saturday before the trial begins in Leipzig.

In the discussion following the lecture, we would like to discuss in detail what an effective solidarity work could look like and what conclusions we should draw from the previous repression.

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Vorstellung des Anarchist Defence Fund

Seit Anfang des Jahres 2018 gibt es den International Anarchist Defence Fund und damit eine neue kollektive Unterstützungsstruktur, die sich als Ziel gesetzt hat Anarchist*Innen auf der ganzen Welt, die aufgrund ihrer politischen Ideen oder Aktivitäten in Not geraten sind, zu unterstützen. Gerade in Zeiten zunehmender Repression gegen Anarchist*innen und Antiautoritäre sind nicht-hierarchische internationale Unterstützungsstrukturen von unschätzbarem Wert. Außer finanzieller Unterstützung ist ein Netzwerk wie der A-Fund eine ausgezeichnete Möglichkeit Informationen über Repressionsfälle auszutauschen.

Wir möchten euch kurz diese neue Solidaritätsstruktur vorstellen und euch die Möglichkeit geben, dieser beizutreten.

Bis alle frei sind!

>>>> Findet statt am Samstag um 13 Uhr

Presentation of the Anarchist Defence Fund

In early 2018, the International Anarchist Defence Fund was set up to provide a new collective funding structure to support anarchists* around the world who are in need as a result of their political ideas or activities. Especially in times of increasing repression against anarchists* and anti-authoritarians, non-hierarchical international support structures are especially important. In addition to financial support, a network like the A-Fund is an excellent way to exchange information on cases of repression.

We would like to briefly introduce this new solidaritybased structure and give you the opportunity to join it.

Until everyone is free!
>>>> Happens on Saturday at 1pm

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Talk with Antifa Sofia

The Bulgarian context in the post-communist era, resisting the fascization of society and one of the biggest Nazi event in Sofia – Lukovmarsh. Infos and discussion.
(English with Germna Translation)

>>>>>> Takes place Saturday from 4-6 pm

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Timetable auf Deutsch online!

Mittlerweile stehen alle Veranstaltungen, und es gibt einen Zeitplan.
Die genauen Line-Ups für die Abendgestaltung kommen auch bald, ebenso die englische Fassung. Wir freuen uns schon.
Ab sofort findet ihr alle Beginnzeiten unter dem Menüpunkt Programm 2019.
Achtung! Hier wird laufend aktualisiert.

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Do 25. April 2019: Auftaktveranstaltung von & mit ABC Wien

Warum wir gegen alle Formen der Strafe und Einsperrungen sind

Gegen Autorität und Herrschaft zu sein, beinhaltet für uns auch den Kampf gegen Knäste, Grenzen und Mauern, gegen den Staatsapparat, und gegen das Konzept der Strafe in ihrer Gesamtheit. Als Anarchist_innen begreifen wir Gefängnisse als eins der grausamsten Machtinstrumente, das Leuten das nimmt, was heutzutage im Besten aller Systeme, der westlichen Demokratie, das Wertvollste zu sein scheint: Ihre Freiheit.

Doch ist diese Freiheit eng an Geld gekoppelt und somit der Spaß im Kapitalismus schnell vorbei. Das ist auch einer der Gründe, weswegen die meisten Menschen im Knast sitzen: Weil sie nichts oder nur sehr wenig haben und gerne mehr hätten – gemeint sind Eigentumsdelikte, die fast 2/3 aller Straftaten ausmachen, die Menschen hinter Gitter bringen.

Warum sperrt der Staat Menschen überhaupt weg,? Weshalb halten die meisten Menschen das Konzept der Strafe noch immer für essentiell, und welche Überlegungen gibt es jenseits von Knast?

Eine Veranstaltung von und mit ABC Wien
Medienwerkstatt @ EKH 2. Stock – Beginn 19 Uhr

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Why we are against all forms of punishment and imprisonment

For us, being against authority and domination also means fighting against prisons, borders and walls, against the state structure, and against the concept of punishment in its entirety. As anarchists, we see prisons as one of the most cruel instruments of power, taking away from people what seems to be the most valuable thing today in the best of all systems, Western democracy: their freedom.
But this freedom is closely linked to money and so the fun in capitalism is quickly over. This is also one of the reasons why most people go to jail: Because they have nothing or very little and would like to have more – that means property crimes, which account for almost 2/3 of all crimes that put people behind bars.
Why does the state lock people away at all? Why do most people still consider the concept of punishment essential, and what considerations are there beyond prison?

An event by and together with ABC Vienna
Medienwerkstatt @ EKH 2nd floor – Start 19 o’clock

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Und weiter gehts… Mein Genosse, der Spitzel & Lass keinen mit der Polizei allein!

Mein Genosse, der Spitzel.
Über Security Culture und dem Umgang mit verdeckten Ermittler_nnen und anderen Informant_innen

In der jüngeren Geschichte der sozialen Bewegungen Österreichs gibt es offiziell nur eine enttarnte verdeckte Ermittlerin: Danielle Durand – eingeschleust in den Verein gegen Tierfabriken und beauftragt, deren vermeintlich kriminelle Machenschaften aufzudecken. Aufgrund fehlender Beweismittel unterschlugen sowohl Polizei als auch die Staatsanwaltschaft deren Existenz. Nur durch ein gründliches Aktenstudium der Repressionsbetroffenen konnte Danielle Durand enttarnt und als Entlastungszeugin vor Gericht geladen werden. Dass die verdeckte Ermittlerin die einzige weit und breit gewesen sein soll, erscheint nach staatlichen Denkmustern unlogisch. Und doch gibt es weder Berichte über Anquatschversuche noch Redebedarf über vergangene Fälle, die zweifelsohne in Wien existieren.

Wir werden über die rechtlichen Hintergründe in Österreich sprechen, über Überlegungen zum konkreten Vorgehen bei einem Verdacht und über eine allgemeine Haltung namens Security Culture, mit Hilfe derer es für Spitzel als auch für Informant_innen jeder Art schwierig sein sollte, an Infos zu kommen, die sie so dringend für den Staat erschnüffeln wollen.

My comrade, the informer.
About security culture and dealing with covert investigators and other informants.

In the more recent history of Austria’s social movements, there is officially only one uncovered undercover investigator: Danielle Durand – smuggled into the association against animal factories and commissioned to uncover their supposedly criminal machinations. Due to a lack of evidence, both the police and the public prosecutor’s office undermined their existence. Only through a thorough study of the files of the individuals affected by the repression could Danielle Durand be unmasked and summoned to appear as a witness in court. According to national patterns of thought, it seems illogical that the undercover investigator was the only one far and wide. And yet there are neither reports of chat-up attempts nor the need to talk about past cases, which undoubtedly exist in Vienna.

We will talk about the legal backgrounds in Austria, about specific considerations on how to proceed with a suspicion and about a general attitude called Security Culture, with the help of which it should be difficult for spies as well as informants of all kinds to get information that they so urgently want to sniff out for the state.

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Lass keine_n mit den Cops allein! Erfahrungsaustausch zu Interventionen in (rassistischen) Polizeikontrollen und Schikanen

Eine Diskussionsrunde für alle, die sich mit dem Normalzustand von rassistischen Polizeikontrollen, Kiwarei-Schikanen und einer Stadt voll Law and Order nicht abfinden und ihre Erfahrungen und Ideen teilen wollen.

Von und mit Kieberei, was geht?!

Don’t leave anybody alone with the cops! Exchange of experiences on interventions in (racist) police controls and harassment

A discussion round for all those who do not accept the normal state of racist police controls, cop harassment and a city full of law and order and want to share their experiences and ideas.

From and with Cops, what’s up?!

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Noch mehr Veranstaltungen: Aufständischer Trans*-Feminismus & Repression in Russland

Aufständischer Trans*-Feminismus, Queerness und Angriff.

Wir stecken in einer falschen Gegensätzlichkeit fest: Auf der einen Seite ist das Verlangen, die Gesellschaft/Zivilisation in ihrer Totalität zu zerstören und im Hier und Jetzt anzugreifen, von Machoismus, Boys Clubs und der allgemeinen Ablehnung innerhalb der queerfeministischen Szenen besetzt, beansprucht und rekuperiert. Und auf der anderen Seite endet das Verlangen, selbst Trans*-Feminismus/Queerness und deren wichtige Forderungen zu erneuern bzw. zu artikulieren, in einer konstruktivistischen Logik, die die Identitäten, in denen unsere Erfahrung von Unterdrückung(en) verwurzelt ist, hyper-valorisiert (Anmerkung: das bedeutet sowas wie super-aufwerten). In diesem Workshop wollen wir einen Weg zwischen diesen beiden Extremen einschlagen, und uns für einen aufständischen und trans*-feministischen Blickwinkel einsetzen. Wir werden zunächst vorstellen, was wir unter aufständischen Trans*-Feminismus verstehen, und dann einen Blick darauf werfen, wie diese Praxis historisch innerhalb trans*-feministischer Projekte und Gruppen (sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gefängnissen), die diese Perspektive hatten, artikuliert wurde, und schließlich einen Raum eröffnen, um unsere verschiedenen Erfahrungen mit solchen Praktiken zu diskutieren, wo wir denken, dass sie nützlich sein könnten und wie sie unser eigenes Leben und Handeln beeinflussen können.

Einige Fragen über die ihr euch vorher schon Gedanken machen könnt:

Was ist aufständische Praxis? Auf welche Weise haben verschiedene Menschen, die Unterdrückungen erleben, diese Praxis genutzt und auf welche Weise sind sie von dieser Bewegungsbahn ausgeschlossen worden oder haben sich selbst distanziert, und warum?

Bedeutet aufständische Praxis von Natur aus “zerstören und anzünden” oder gibt es theoretische, praktische oder alltägliche Dinge, die wir tun können, um die strukturelle Dominanz direkt anzugreifen, die immer noch als aufständisch angesehen werden kann?

Wie nehmen wir Identitätskategorien wie Frau, Queer, Trans* wahr? Sind sie etwas, das außerhalb der Zivilisation existieren kann?

Welche Projekte kennen wir oder waren daran beteiligt, die sowohl als trans*-feministisch als auch als aufständisch angesehen werden könnten?

Wie entwickeln wir eine Theorie, die darauf abzielt, Identitätskategorisierungen zu zerstören und wo gleichzeitig unsere gelebten Erfahrungen als trans*/queer/von Rassismus betroffene/Frau/unterdrückte Gültigkeit haben?

Insurrectional Trans-Feminism, Queerness, and Attack.

We find ourselves stuck between a false dichotomy; on the one hand the desire to destroy society/civilization in its totality and to attack in the hear and now, is occupied, claimed and recuperated by machismo, boys clubs and generalized rejection within the queer/feminist scenes, and on the other the desire to self actualize/articulate trans-feminism/queerness and its necessary demands ends in a constructionist logic which hyper valorizes the very identities in which our experience of oppression(s) is rooted. In this workshop we hope to cut a path between these two extremes, and advocate for an insurrectional trans-feminist lens; we will begin by introducing what we think of as insurrectional trans-feminism, and then take a look at how this praxis has been articulated historically within Trans-feminist projects/groups (both in and outside of prisons) which adopted this lens, finally opening a space to discuss our different experiences of such practices, where we think they might be useful, and how they can influence our own lives/actions.

Questions to think about before coming:

What is insurrectional praxis? In what ways have different people experiencing oppressions used this praxis and in what ways have they been excluded or self excluded from this trajectory, and why?

Does insurrectional praxis inherently mean ‘smashing and burning’ or are there theoretical, practical, and/or everyday things we can do which directly attack structural domination that can still be considered insurrectional?

How do we perceive identity categories such as woman, queer, trans? Are they something which can exist outside of civilization?

What projects do we know about, or have we been involved in that might been considered both trans-feminist and insurrectional?

How do we develop theory which aims at destroying identity categorization whilst also validating our lived experiences as trans/queer/racialised/women/oppressed people?

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FSB Tortures or Long Wave of Repressions against Anarchists in Russia

Being an anarchist was never easy in Russia or wherever else. Nowadays to be critical to government in Putin’s country is danger as for political activists, also for any angry people. From second half of 2017 a new, long and non-stop wave of repressions is going against anarchist, people associated as anarchists and those showing solidarity with repressed. We are talking not about one case, but about tendency to arrest, hardly torture, force to cooperate and pushing out from the country an anarchist movement in Russia. What is going on? How to show solidarity? Is there still any kind of anarchist movement left? And any other questions about situation in Russia that you always wanted to ask.

FSB Folter oder die lange Welle der Repression gegen AnarchistInnen in Russland

Anarchist_in zu sein war nie einfach in Russland, und auch nicht anderswo. Heutzutage in Putin‘s Land der Regierung gegenüber kritisch zu sein ist gefährlich, sowohl für politische Aktivist_innen, als auch für alle anderen wütenden Leute. Seit der zweiten Hälfte des Jahres 2017 ging eine lange und nicht endende Welle der Repression los: gegen Anarchist_innen, Leute, die mit Anarchist_innen in Verbindung gebracht werden und jenen, die Solidarität mit den von Repression Getroffenen gezeigt haben. Wir sprechen nicht über einen einzelnen Fall, sondern über eine Tendenz von Verhaftungen, schwerer Folter, Leute zur Kooperation zu zwingen und eine anarchistische Bewegung aus Russland hinaus zu drängen. Was passiert gerade? Wie Solidarität zeigen? Gibt es noch so etwas wie eine anarchistische Bewegung in Russland? Und jede andere Frage über die Situation in Russland, die du immer schon fragen wolltest.

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Here we go: Vortragsprogramm // Workshop-Program

Watch out for the exact time-table!
Genauer Zeitplan kommt noch!

All talks talk place @ EKH – Friday and Saturday starting at 6 pm.
For more information please ask at the infopoint.
Alle Veranstaltungen finden im EKH statt – Fr und Sa ab ca. 13 Uhr.
Den genauen Ort erfahrt ihr am Infopoint.

For all talks: There will be translation from English into German or reverse.
We still need help for simultan translation – so if you can help: You are warmly welcome. Please get in tough at the infopoint.
Alle Workshops & Veranstaltungen werden von Deutsch ins Englische übersetzt und umgekehrt. Für die Simultan-Übersetzung suchen wir nach wie vor Hilfe. Wenn ihr helfen könnt – wir freuen uns auf euch beim Infopoint.

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Identitätsverweigerung im Kontext von sozialen Bewegungen

Aktivisten aus dem Bereich des Umweltschutzes sind bei gesetzeswidrigen Vorhaben gut vorbereitet.” – /Aktenvermerk Kriminaloberkommissarin am PP FfM/

Das Polizeipräsidium in Frankfurt ist nur eine der Wachen, die seit 2014 immer mehr Aufwand bei der Identitätsfeststellung von politisch Aktiven betreiben mussten. Innerhalb weniger Jahre verbreitete sich diese Praxis nicht nur innerhalb der Klimabewegung, sondern wird inzwischen auch in anderen sozialen Bewegungen angewandt. Anlass für uns, diese Strategie u.a. anhand folgender Fragen näher zu beleuchten:

Welche Motivationen für Identitätsverweigerung gibt es? In welchen Aktionsfeldern kann sie Sinn machen, in welchen nicht? Auf welche Konsequenzen sollte mensch sich einstellen und vorbereiten? Welche Rechte hat mensch anonym in Polizeigewahrsam und Knast und wie werden diese tatsächlich umgesetzt? Was sind die persönlichen und politischen Risiken bei der ID-Verweigerung?

Eine Veranstaltung von und mit ABC Rhineland

Identity withholding in the context of social movements

“Environmental activists are well prepared for illegal activities.” – /File note: Commissioner for Criminal Investigation at the PP FfM/

The police department in Frankfurt is just one of the patrols that since 2014 have increasingly put effort into identifying political activists. Within a few years, this practice spread not only within the climate movement, but is now also applied in other social movements. The following questions, among others, give us reason to examine this strategy in more detail:

What motivations are there for refusing identity? In which fields of action can it make sense, and in which not? What consequences should one prepare oneself for? What rights do people have to remain anonymous in police custody and how are these actually implemented? What are the personal and political risks of ID refusal?

An event by and with ABC Rhineland

German with English translation

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Stadt der Zukunft? Stadt der Kontrolle
Kurzer Input + Diskussion

Die “Smart City” wird als zukunftsweisendes, partizipatives und umweltfreundliches Label gehandelt. In unseren Augen ist sie das Produkt von globalen Konzernen und blindem Gehorsam, denn “smarte” Städte treten zwar in verschiedener Gestalt auf, ihre (politischen) Vertreter_Innen bekennen sich aber alle gleichermaßen zu einer unternehmerischen Standortpolitik.

“Smart City” ist nicht die Garantie einer Stadt für Alle, sondern garantiert ein Angriff auf uns Alle! Um sich in Zukunft besser dagegen verteidigen zu können, wollen wir Wissen und Gedanken zum Thema Stadt-Zukunft-Kontrolle teilen, diese Entwicklungen diskutieren und uns über emanzipatorische Perspektiven austauschen.

City of the future? City of control
Short input + discussion

The “Smart City” is being traded as a trend-setting, interactive and environmentally friendly label. In our eyes, it is the product of global corporations and blind obedience, because “smart” cities appear in different forms, but their (political) representatives are all equally committed to an business location policy.

“Smart City” is not the guarantee of a city for all, but rather the guarantee of an attack on all of us! In order to be able to defend ourselves better against it in the future, we want to share knowledge and thoughts on the topic of future-city-control, discuss these developments and exchange ideas about emancipatory perspectives.

German with English translation

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tbc…

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Posters and Stickers arrived! :)

Finally we got the posters and stickers for the festival! If you want some for your city we are happy to send them to you. Because we were asked last year, we dont send single posters for your private flat, its just too expensive. 😉

This is the posters, the stickers look the same:

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