Briefe an Gefangene schreiben: Immer! // Writing letters for prisoners: Always!

Den Gefangenen zeigen, dass sie nicht vergessen werden, ist ein wichtiger Teil unseres politischen Alltags und praktische Solidarität. Einmal im Monat organisieren wir daher die Schreibwerkstatt, die immer (oder meistens zumindest) am letzten Donnerstag im Monat stattfindet.

Am Festival wird es an allen drei Tagen ausreichend Gelegenheit geben, Post an Gefangene zu schreiben. Dafür richten wir eine spezielle Schreibecke ein, die sich im Infomaden befindet. Dort liegen Kuverts, Schreibmaterial, Stifte, Postkarten und Adressen von anarchistischen und rebellischen Gefangenen weltweit auf. Kommt vorbei, nehmt euch die Zeit und schreibt ein paar Zeilen an die Gefährt_innen im Knast. Wir kümmern uns ums Porto. Außerdem wird immer wer vor Ort sein, wenn ihr Fragen rund ums Briefe schreiben habt. Danke an dieser Stelle für den Support aus den Bundesländern.

Donnerstag: 17-19 Uhr
Freitag: 18-20 Uhr
Samstag 18-20 Uhr

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To show prisoners that they are not forgotten, is an important part of our political daily routine and practical solidarity. Once in a month we organize the Schreibwerkstatt, which always takes place every last Thursday.

At the festival you will find some good opportunities every day to write to prisoners. For that we install a special writing corner, which you can find at the infoshop. There will also be paper, envelopes, pencils, postcards and adresses of anarchist or insurgant prisoners from all over the world. Show up, take some time and write a few words to the comrades behind the bars. We will handle the costs for the postage. Besides that there will be always somebody on-site, if you have any questions about writing letters. Thanks to all who supports us from the federal states.

Thursday 5-7pm
Friday 6-8pm
Saturday 6-8pm

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Aufruftext! Kommt alle!

Einleitende Worte zum ABC-Solidarity-Festival 2019
(english version coming soon)

Das ABC-Festival wird dieses Jahr zum 7. Mal in Folge stattfinden. Und auch dieses Mal haben wir ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Wie viele bereits wissen, organisieren wir das Festival aus unterschiedlichen Gründen. Einen großen Teil macht das Sammeln von Kohle aus. Dieses fließt in die finanzielle Unterstützung von Gefährt*innen, die im Knast sind oder denen der Prozess gemacht wird, und Anwaltskosten zu tragen haben. Wir verwenden das Geld weiters, um befreundete Projekte zu unterstützen, deren Kampf sich ebenfalls gegen Repression, Knast, Kontrolle, Disziplinierung und Autorität richtet. Genauso benötigen wir Kohle für Druckkosten, Bücher und andere Materialien zur Agitation und der Vermittlung anarchistischer Ideen, Erfahrungen, Kämpfen und Analysen.

Wir machen das Festival auch, um uns allen eine Möglichkeit zu bieten, uns zu treffen, kennen zu lernen, zu diskutieren und vielleicht die eine oder andere Idee gemeinsam zu entwickeln. Wir wollen die Idee(n) des Anarchismus, der Solidarität und der Gefangenenunterstützung sowie des Kampfes gegen das Gefängnis, die Kontrolle und die Autorität stärken. Aus diesem Grund wird es wieder eine Reihe von Veranstaltungen geben, die von unterschiedlichen Individuen und Gruppen gehalten werden, und hoffentlich zu spannenden und bereichernden Diskussionen führen. Wir betrachten dies als Möglichkeit zum Austausch und der Vertiefung von Kenntnis und Unterstützung zwischen den Kämpfenden unterschiedlicher Territorien und Zusammenhänge. Deshalb freuen wir uns auch über eine breite Beteiligung an den Diskussionen. Außerdem wird es jeden Tag Info- und Büchertische von verschiedenen Projekten geben.

Der Kampf gegen die Gefängnisse und mit den Gefangenen ist ein fundamentaler Anspruch einer subversiven, anarchistischen Bewegung. Die Auseinandersetzung mit dem Gefängnis und der Repression ist Teil unseres Verständnisses als Anarchist*innen. Sie lässt sich aus unseren anderen Initiativen nicht einfach eliminieren. Nicht nur, weil wir ab einem gewissen Punkt von Aktivität, alle auf die eine oder andere Art und Weise davon betroffen sein können. Sondern weil Knast ein Hindernis für ein freies, unabhängiges Leben ist.

So sind Knast und Repression immer auch fester Bestandteil unseres Kampfes, um die Freiheit gewesen. Wo wir in der Geschichte auch hinblicken, die Gefahr der Reaktion und der Verfolgung ist allgegenwärtig für alle, die auf der Suche nach der Freiheit waren, und sich gegen die Unterdrückung aufgelehnt haben. Bleibt nur die Frage: Wie damit umgehen? Was können also Taktiken sein, um uns zu schützen und zu verteidigen? Um weiterhin diese Ordnung der Autorität und Vereinzelung, der Ausbeutung und des Profits angreifen zu können. Das Anarchistische Schwarze Kreuz/Anarchist Black Cross (ABC) ist ein Netzwerk, das es seit langer Zeit gibt. Sein zentraler Fokus lag immer auf der Unterstützung der Gefangenen. Dieser Fokus reichte vom Verschicken von Paketen und Briefen, über die Organisierung von Fluchtmöglichkeiten und das Sammeln von Geld bis zum Aufbau von Verteidigungsstrukturen und dem direkten Angriff auf die Gefängnisse. Je nachdem, was eine bestimmte Gruppe für erforderlich oder machbar hielt, oder in einer spezifischen Situation für sinnvoll oder primär erachtete. In jedem Fall ging es darum die Mauern zu überwinden, die sie aufgebaut haben, um uns und die Gefangenen voneinander zu isolieren.

Der Knast ist lediglich eine weitere Etappe des anarchistischen Kampfes. Er ist nicht das Ende oder der Anfang von etwas Speziellem, das mit unseren vorherigen Aktivitäten und der Welt, in der wir leben, nichts mehr zu tun hätte. Klarerweise wird das Leben unter anderen Bedingungen fortgesetzt. Aber der Knast ist nicht automatisch ein Ort, an dem alles zu Ende geht. Die Gefangenen drinnen und wir hier draussen müssen auf der gleichen Ebene diskutieren können. Diejenigen drinnen müssen auch in unsere Diskussionen miteinbezogen werden. Denn sie leben nicht in einer andere Welt, sondern sind Teil unserer Kämpfe. Die Strukturen, die wir versuchen aufzubauen, sind dazu da, diese Trennung zwischen drinnen und draussen zumindest ein Stück weit abzubauen. Die Isolation ist ein Ziel des Gefängnisses, aber wir müssen diese Intention nicht akzeptieren. So sehen wir es als eine der wichtigsten Aufgaben der Gefangenenunterstützung, den Kontakt nicht abbrechen zu lassen. Die Kommunikation mit den Gefangenen, die Veröffentlichung ihrer Briefe und ihrer Texte, das Verbreiten von Informationen über ihre Situation, die materielle Unterstützung und alles, was dazugehört, sollten zu unserer fundamentalen Ausrüstung genauso gehören, wie viele andere Fertigkeiten, Wissen und Aktivitäten, die wir als wichtige Bestandteile des anarchistischen Kampfes betrachten.

Der Staat und das globale, kapitalistische Regime greift uns jeden Tag an. Durch unterschiedliche Formen von Zwang, die seit unserer Geburt bestehen. Beginnend mit den Fesseln der Familie und den Institutionen, in denen wir aufwachsen. In den Schulen werden wir zurecht gebogen, um später innerhalb dieser modernen Wirtschaftsdiktatur besser verwertbar zu sein. Der Verwertungsdruck beginnt immer früher und früher. So scheint die Klassengesellschaft wieder kastenartiger zu werden. Später gibt es spezielle Arbeiten, zu denen wir gezwungen werden, aufgrund unseres Ausbildungsgrades, unseres Vorstrafenregisters, unseres Passes, unserer ethnischen Zugehörigkeit, unseres Geschlechts und unseres Charakters. Innerhalb dieser Prozesse wird Abweichung immer noch mit Repression bestraft, auch wenn diese im demokratischen System subtiler ist, so zeigen die Tendenzen, durch die Restrukturierungen des Kapitalismus immer mehr in Richtung von stärkerer Disziplinierung und Bestrafung. Der Knast bleibt die logische Konsequenz für diejenigen, die sich dem Kreislauf von Produktion, Konsum, Effizienz, Normalität, Disziplin und Konformität nicht beugen wollen oder auch nicht können, und zu anderen Mitteln des täglichen Überlebens greifen.

So machen die Verstöße gegen das Verhältnis des Eigentums immer noch den größten Teil der „Verbrechen“ in der heutigen Gesellschaft aus. Daneben eine von bürgerlichen Medien und Staat instrumentalisierte und beliebig propagierte Zahl von Gewalttaten, deren Wurzel in den patriarchalen, zwanghaften, hierarchischen und gewalttätigen Strukturen des Staates, der Gesellschaft und der Ökonomie selbst zu suchen sind.

Aus diesen Gründen können wir das Gefängnis nicht als ein isoliertes Problem betrachten. Denn es gehört zu dieser Gesellschaft und zur staatlichen Autorität dazu. Für diese Umstände gibt es keine Forderungen und Reformen. Es liegt an uns selbst nach Wegen zu suchen, dieser Welt der Isolation, Strafe und Ausbeutung etwas entgegen zu halten.

Wir wollen an dieser Stelle alle anarchistischen Gefangenen grüßen, und außerdem alle Gefangenen die sich hinter Gittern befinden, weil sie versucht haben ihre Freiheit zu verwirklichen, indem sie sich an der Macht gerächt haben, das Diktat des Eigentums missachtet haben oder aufgrund irgendwelcher Kategorien als illegal, anders oder verrückt abqualifiziert werden.

Wir grüßen alle, die an die Freiheit und die Autonomie glauben.
Weg mit den Gefängnissen, nieder mit jeder Form von Zwang und Autorität!
Für freie Vereinbarungen und Solidarität! Bis alle frei sind!

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English Timetable for the talks online!

So sorry for the delay, but now we have the english timetable for the workshops and talks online. You find it @ Program2019 – please scroll down for the english version. Thanx! <3

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A-Radio zum ABC-Soli-Festival #7

Als kleine musikalische und inhaltliche Einstimmung könnt ihr jetzt die letzte Sendung des A-Radio Wien, die ganz im Zeichen des ABC-Festivals steht, nachhören.
(only in German, sorry!)

Gute Unterhaltung und wir sehen uns im EKH.

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Grußworte von Lisa aus Barcelona // Greetings from Lisa from Barcelona

Und auch Lisa hat schon geschrieben…

Liebe Gefährt*innen,

ich sende euch auch dieses Jahr solidarische und kämpferische Grüße zu den ABC-Tagen in Wien. Gerade habe ich einige Knast-Verlegungen hinter mit, zuerst im Dezember von Willich nach Madrid (C.P. Soto del Real) und gerade jetzt im März von Madrid nach Barcelona (C.P. Brians 1). Klar gibt es einige Unterschiede im Knastalltag in Spanien und auch hier in Katalonien, im Generellen, im Strafvollzug, im gesellschaftlichen und politischen Leben genauso wie draußen auch, aber im Grundsätzlichen ist das Bestrafungs-, Isolations- und Knastsystem natürlich überall genau das Gleiche und funktioniert nach denselben Regeln und derselben Logik: nämlich zur Abschreckung, Erziehung und Isolierung derjenigen, die wir uns aus unterschiedlichsten Gründen und unterschiedlichsten Bedingungen nicht an die aufgesetzten Spielregeln der Macht und Herrschaft gehalten haben. Das Leben draußen in der individualisierten Konsumwelt besteht nur so aus unzähligen Ungerechtigkeiten, Ungleichheiten, Armut und Ausbeutung, jede*r weiß, wer Geld und gewisse Privilegien in diesem Herrschaftssystem hat, sich wenig existenzielle Sorgen zu machen braucht, für sich und seine*ihre Familie Sorgen kann, genug Lebensraum und Lebensqualität hat, über Unabhängigkeit und Bildung verfügt und somit viel seltener im Knast landet, hingegen diejenigen weggesperrt oder verfolgt werden, die sich in Armut und Misere ein besseres Leben aufbauen wollten, in gewalttätigen Lebensumständen leben müssen, sich wehren, austicken, durchdrehen oder einfach die herrschenden Macht- und Eigentumsverhältnisse nicht akzeptiert haben. Und dazu kommen noch viele weitere Unterdrückungsmechanismen wie Rassismus, patriarchale Gewalt und Ausbeutung, die Diskriminierung gegen Homo- und Transsexuelle, geistig und körperlich „Behinderte“, Obdachlose, Drogenabhängige, psychisch Kranke, etc… die wir im Knast unter erschwerten und limitierten Umständen besonders zu spüren bekomme. Das Leben in dieser Zwangsgemeinschaft, auf engstem Raum und den uns aufgezwungenen Regeln ist nicht einfach und führt zwangsläufig immer zu vielen (oft simplen) Konfrontationen, zu sehr viel Egoismus, Neid, Eifersucht, Unterwürfigkeit und leider nur (genauso wie draußen auch) in den seltensten Fällen zu Zusammenhalt, Solidarität und Komplizenschaft untereinander gegen diejenigen, die uns hier gefangen halten – dem Knastsystem, dem Staat, der Justiz und der Gesellschaft, die zum Schutz ihres Reichtums und ihrer Privilegien diese Knäste und das Bestrafungs- und Zwangssystem braucht.

Aber gerade deshalb und heutzutage noch mehr denn je ist es weiterhin wichtig uns von diesem Scheiß-System weder beugen noch brechen zu lassen, nicht zu vereinzeln und so solidarisch und kämpferisch wie möglich zu bleiben: sowohl hier drinnen im Knast, genauso wie draußen in allen Lebens- und Kampfbereichen!

Auf dass wir kreativ, aktiv und widerständig bleiben!

Im Kampf für Freiheit, Selbstbestimmung und Anarchie werden wir niemals alleine sein, auch nicht in den schwierigsten, härtesten beschissensten oder verwirrendsten Momenten wie manchmal diesem…

Nieder mit den Knästen!
Gegen Herrschaft und Autorität – Der Kampf geht weiter – bis wir alle frei sind.

Lisa
– im April 2019 –
C.P. Brians 1 (Barcelona)

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And Lisa has also already written…

Dear fellow comrades,

Also this year I send solidarity and militant greetings to the ABC Days in Vienna. I’ve just gone through some jail transfers, first in December from Willich to Madrid (C.P. Soto del Real) and just now in March from Madrid to Barcelona (C.P. Brians 1). Of course there are some differences in the everyday life in jail in Spain and also here in Catalonia, in general, in the penal system, in social and political life as well as outside, but in principle the system of punishment, isolation and jail is of course everywhere exactly the same and functions according to the same rules and the same logic: namely to deter, educate and isolate those who for different reasons and different conditions have not obeyed the established rules of power and domination. Life outside in the individualized consumer world consists only of innumerable injustices, inequalities, poverty and exploitation. Those who have money and certain privileges in this system of domination, do not need to worry about existential matters, can worry about themselves and their families, have enough living space and quality of life, are independent and educated and thus end up in prison much less often, while those who would like to build a better life despite their poverty and misery, have to live in violent circumstances, defend themselves, freak out, go crazy or simply have not accepted the prevailing balance of power and property are locked up or persecuted. There are also many other oppressive mechanisms such as racism, patriarchal violence and exploitation, discrimination against homosexuals and transsexuals, the mentally and physically “handicapped”, homeless people, drug addicts, the mentally ill, etc… which we especially notice in prison under difficult and limited circumstances. Living in this forced community, in very confined space where the rules are being forced upon us, is not easy and automatically leads to many (often simple) confrontations.Too much egoism, envy, jealousy and subservience results, unfortunately (just like outside) only in the rarest cases, to co-operation, Solidarity and mutual assistance against those who imprison us here – namely, the prison system, the state, the justice system and society, which needs these prisons and the system of punishment and penalties to protect its wealth and privileges.

But precisely for this reason and today even more than ever, it is still important not to let this shit system bend or break us, not to isolate us and to remain as united and militant as possible: both here in prison and also outside in all areas of life and combat!

May we remain creative, active and resistant!

In the fight for freedom, self-determination and anarchy we will never be alone, not even in the most difficult, hardest lousiest or most confusing moments such as this…

Down with prisons!
Against domination and authority – The fight goes on – until we are all free.

Lisa
– in April 2019 –
C.P. Brians 1 (Barcelona)

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Solistatement zum alljährlichen Solifest von ABC Wien von Thomas Meyer-Falk im April 2019

Wir freuen uns sehr, dass uns die Grußworte von Thomas fürs Festival schon vor einiger Zeit erreicht haben…
<3

Liebe Freund*innen und Genoss*innen,

das Kerker-System erscheint ungebrochen. Millionen Menschen weltweit sitzen jetzt in diesem Moment hinter dicken hohen Mauern, hinter Stacheldrahtzäunen, werden überwacht, kontrolliert, bespitzelt, geschlagen, seelisch misshandelt.

Aber zu jedem Menschen in einer Zelle gehören auch Freund*innen, Familie und Gefährt*innen, die nämlich mitbetroffen sind, darunter leiden müssen, einen nahen Menschen weggesperrt zu wissen.

Das Solifest 2019 in Wien setzt diesem Kerker-System ein Zeichen von Lebendigkeit entgegen! Wo nämlich die Normierungsmacht des Kerkers Menschen unterwerfen, zurichten, dressieren und in der Folge dann allumfassend kontrollierbar machen möchte, antwortet abc mit Solidarität, Komplizenschaft mit den Eingekerkerten und der Liebe zum Leben.

All das fehlt den Verteidiger*innen des Kerkersystems, sie sind rückwärtsgewandt, weiden sich am körperlichen und seelischen Leid anderer, wollen Menschen kontrollieren, ausbeuten, unterdrücken und letztendlich vernichten,

Anarchismus hingegen meint: Leben in Freiheit! Leben mit und Leben für andere! Das Wagnis einer ungewissen Zukunft frohen Mutes anzunehmen! Lieber Neues aufzubauen, als Altes zu bewahren! Sich der unausweichlichen Unsicherheit des Morgens zu stellen!

Euch allen ebenso herzliche wie solidarische Grüße!
Aus Liebe zum Leben und zur Freiheit!

Euer Thomas Meyer-Falk
– Langzeitgefangener seit 1996 –
https://freedomforthomas.wordpress.com

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We are very pleased that the greetings from Thomas for the festival reached us some time ago… <3

Dear friends and comrades, the dungeon system appears unbroken. Millions of people worldwide are now sitting behind thick high walls, behind barbed wire fences, being monitored, controlled, spied upon, beaten, mentally abused.

But every person in a cell also has friends*, family and vehicles* who are also affected, who have to suffer from having a close person locked away.

The Solifest 2019 in Vienna offers a sign of liveliness against this prison system! Where the normalizing power of the dungeon wants to push people down, straighten them out, train them and then make them absolutely controllable, abc responds with solidarity, sympathy with those imprisoned and a love for life.

The defenders of the prison system lack all this. They are antiquated. They gloat over the physical and mental suffering of others. They want to control, exploit, oppress and finally destroy people.

Anarchism, on the other hand, means living in freedom! Live with and live for others! To take the risk of an uncertain future of cheerful courage! It is better to build something new than to preserve something old! To face the inevitable uncertainty of the morning!

Greetings to all of you as heartfelt as they are in solidarity!
Out of love for life and freedom!

Your Thomas Meyer-Falk
– Long-term prisoner since 1996 –
https://freedomforthomas.wordpress.com

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Tails-Workshop @ Saturday @ 4 pm

Tails is a computer operating system that you can carry with you on an USB stick. It is preconfigured to provide the best possible anonymity online without giving up on usability. Furthermore it tries not to leave any traces of your work on your computer.

This workshop will give a short overview of how Tails hides your identity on the internet and we will show you some of its other features. There will also be a couple of notebooks if you want to try Tails yourself and maybe we even manage to bring some Tails USB sticks to give away.

Workshop in English!
Saturday @ 4 pm @ Siebdruckwerkstatt // 4. Stock

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Noch mehr Veranstaltungen: Linksunten-Verbot & Repression // A-Fund-Vorstellung // Antifa Sofia

Bald sind wir komplett, was die Ankündigungstexte betrifft. Diese Veranstaltung findet am Samstag, 16-18 Uhr statt! 🙂

Zur Repression und dem Verbot von Linksunten

Das Internetportal linksunten.indymedia.org war lange Zeit das vielleicht wichtigste Kommunikationsmedium der außerparlamentarischen Linken und anarchistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum. Das Verbot im Sommer 2017, zu verstehen als staatlichen Racheakt für den Kontrollverlust beim G20 Gipfel, sollte selbst diejenigen aufrütteln, die noch Erwartungen an den bürgerlichen Rechtsstaat und seine vermeintliche Pressefreiheit haben.

Als Teil der Soligruppe aus Leipzig möchten wir über die vergangene Repression berichten, über die kommenden Prozesse am Bundesverwaltungsgericht informieren und den Aufruf zur Solidarität erneuern. Dafür mobilisieren wir, auch wenn der genaue Termin noch nicht feststeht, zu einer Demonstration am Samstag vor dem Prozessbeginn nach Leipzig.

In der an den Vortrag anschließenden Diskussion möchten wir diskutieren, wie eine angemessene Solidaritätsarbeit aussehen könnte und welche Schlüsse wir aus der erfahrenen Repression ziehen sollten.

On repression and the crackdown on Linksunten

For a long time, the Internet portal linksunten.indymedia.org was perhaps the most important communication medium of the non-parliamentary left and anarchist movement in the German-speaking world. In the summer of 2017, the ban, to be understood as an act of state revenge for the loss of control at the G20 summit, was supposed to shake up even those who still have expectations of the bourgeois constitutional state and its supposed freedom of the press.

As part of the Soligruppe from Leipzig we would like to report about the recent repression, inform about the upcoming trials at the Federal Administrative Court and renew the call for solidarity. For this we mobilize, even if the exact date is not yet fixed, for a demonstration on Saturday before the trial begins in Leipzig.

In the discussion following the lecture, we would like to discuss in detail what an effective solidarity work could look like and what conclusions we should draw from the previous repression.

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Vorstellung des Anarchist Defence Fund

Seit Anfang des Jahres 2018 gibt es den International Anarchist Defence Fund und damit eine neue kollektive Unterstützungsstruktur, die sich als Ziel gesetzt hat Anarchist*Innen auf der ganzen Welt, die aufgrund ihrer politischen Ideen oder Aktivitäten in Not geraten sind, zu unterstützen. Gerade in Zeiten zunehmender Repression gegen Anarchist*innen und Antiautoritäre sind nicht-hierarchische internationale Unterstützungsstrukturen von unschätzbarem Wert. Außer finanzieller Unterstützung ist ein Netzwerk wie der A-Fund eine ausgezeichnete Möglichkeit Informationen über Repressionsfälle auszutauschen.

Wir möchten euch kurz diese neue Solidaritätsstruktur vorstellen und euch die Möglichkeit geben, dieser beizutreten.

Bis alle frei sind!

>>>> Findet statt am Samstag um 13 Uhr

Presentation of the Anarchist Defence Fund

In early 2018, the International Anarchist Defence Fund was set up to provide a new collective funding structure to support anarchists* around the world who are in need as a result of their political ideas or activities. Especially in times of increasing repression against anarchists* and anti-authoritarians, non-hierarchical international support structures are especially important. In addition to financial support, a network like the A-Fund is an excellent way to exchange information on cases of repression.

We would like to briefly introduce this new solidaritybased structure and give you the opportunity to join it.

Until everyone is free!
>>>> Happens on Saturday at 1pm

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Talk with Antifa Sofia

The Bulgarian context in the post-communist era, resisting the fascization of society and one of the biggest Nazi event in Sofia – Lukovmarsh. Infos and discussion.
(English with Germna Translation)

>>>>>> Takes place Saturday from 4-6 pm

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Timetable auf Deutsch online!

Mittlerweile stehen alle Veranstaltungen, und es gibt einen Zeitplan.
Die genauen Line-Ups für die Abendgestaltung kommen auch bald, ebenso die englische Fassung. Wir freuen uns schon.
Ab sofort findet ihr alle Beginnzeiten unter dem Menüpunkt Programm 2019.
Achtung! Hier wird laufend aktualisiert.

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Do 25. April 2019: Auftaktveranstaltung von & mit ABC Wien

Warum wir gegen alle Formen der Strafe und Einsperrungen sind

Gegen Autorität und Herrschaft zu sein, beinhaltet für uns auch den Kampf gegen Knäste, Grenzen und Mauern, gegen den Staatsapparat, und gegen das Konzept der Strafe in ihrer Gesamtheit. Als Anarchist_innen begreifen wir Gefängnisse als eins der grausamsten Machtinstrumente, das Leuten das nimmt, was heutzutage im Besten aller Systeme, der westlichen Demokratie, das Wertvollste zu sein scheint: Ihre Freiheit.

Doch ist diese Freiheit eng an Geld gekoppelt und somit der Spaß im Kapitalismus schnell vorbei. Das ist auch einer der Gründe, weswegen die meisten Menschen im Knast sitzen: Weil sie nichts oder nur sehr wenig haben und gerne mehr hätten – gemeint sind Eigentumsdelikte, die fast 2/3 aller Straftaten ausmachen, die Menschen hinter Gitter bringen.

Warum sperrt der Staat Menschen überhaupt weg,? Weshalb halten die meisten Menschen das Konzept der Strafe noch immer für essentiell, und welche Überlegungen gibt es jenseits von Knast?

Eine Veranstaltung von und mit ABC Wien
Medienwerkstatt @ EKH 2. Stock – Beginn 19 Uhr

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Why we are against all forms of punishment and imprisonment

For us, being against authority and domination also means fighting against prisons, borders and walls, against the state structure, and against the concept of punishment in its entirety. As anarchists, we see prisons as one of the most cruel instruments of power, taking away from people what seems to be the most valuable thing today in the best of all systems, Western democracy: their freedom.
But this freedom is closely linked to money and so the fun in capitalism is quickly over. This is also one of the reasons why most people go to jail: Because they have nothing or very little and would like to have more – that means property crimes, which account for almost 2/3 of all crimes that put people behind bars.
Why does the state lock people away at all? Why do most people still consider the concept of punishment essential, and what considerations are there beyond prison?

An event by and together with ABC Vienna
Medienwerkstatt @ EKH 2nd floor – Start 19 o’clock

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